Ghost

My Button Collection

!!!ACHTUNG ! ACHTUNG ! ACHTUNG!!!

Ich hab die Schnauze voll. Tumblr spinnt jetzt schon ewigst herum und laesst und laesst mich keine Fotos mehr hochladen… Es half weder wiederholtes Versuchen noch gutes Zureden… Mir langts, ich habe einen neuen Blog eingerichtet, der jetzt fuer die letzten paar Monate herhalten muss…

Die neue Adresse lautet

www.gesadownunder.blogspot.com

I will see you there! Xxx

Bei allem Regen…

…hast Du es natürlich trotzdem ganz elegant gemanaged, der nächsten Jahrhundertflut in Queensland und New South Wales zu entgehen. Wie machst Du das bloß ? Grüße aus dem frostgeplagten Deutschland (wir erholen uns gerade bei milden minus 9° C von der letzten Woche, da war es RICHTIG kalt). Attis

“Nun ist es also soweit und ich werde einige Monate weit, weit weg in Australien verbringen….”  - And the months turned into years………… Kann den Mai kaum erwarten!!!!!:))

so schöne fotos…

…fast schade, dass es keine kommentarfunktion gibt. keine direkte mein ich. wenn du wieder in deutschland bist, dann richten wir zusammen deine studentenbude ein und hängen überall solche erinnerungsfotos auf.

tausend küsse,

l.

Fraser Island

 

Leider, leider behielt die Wettervorhersage dann auch Recht und bis auf einige wenige trockene Stunden nieselte bis prasselte dann auch alle 3Tage munter der ”liquid sunshine” auf mich nieder… Trotzdem war ich fest entschlossen, meinen Trip zu genießen und mir von Nichts und Niemandem die Laune verderben zu lassen und tatsächlich - Fraser Island ist wirklich ein weiteres wunderschönes Fleckchen Australiens, das auch bei Regenwetter noch atemberaubend ist. Schade finde ich nur, dass ich so wenige gute Fotos ergattern konnte - meistens war es einfach zu diesig oder einfach zu nass, als dass ich mich getraut hätte, meine Kameras aus ihrer vielzähligen Tütenummantelung zu befreien. Vielleicht füge ich ganz frech einfach ein paar Fotos aus dem Internet hinzu - nur um euch eine Vorstellung zu geben, wie alles bei Sonnenschein ausgesehen hätte…

Fest steht jedenfalls: Tausendfach gelobt und gepriesen sei die Erfindung der Plastiktüte und des Regenponchos, ohne hätte ich wohl kaum gesund und meine Elektronik nicht einmal lebend den Trip überstanden… Unendlich froh war ich auch über meine Entscheiung, eine Tour mit Hostelunterkunft gebucht zu haben - viele Unternehmen bieten einfach nur Zelte an, sicherlich die abenteuerliche, aber mehr als unangenehm feucht-kalte Alternative bei dieser Witterung…

Fraser Island ist zunächst einmal nichts anderes als eine ziemlich große, langgestreckte und nah am Festland gelegene Sandbank, die bis heute noch ihre Form verändert und nach Norden wächst. Wusste ich vorher nicht. Demnach besteht die gesamte Insel eben auch aus (na, wer ahnt es?): Sand. Sand, der sich unverschämt bis in jeden letzten Winkel der Tasche schleicht und fest entschlossen scheint, bis zurück nach Deutschland an meiner Haut kleben zu bleiben… Gute Seite ist, dass er schneeweiß ist und so wunderschöneStrände und Seeufer formt und die feinkörnige Struktur sich außerdem - kleiner Beautytipp - hervorragend als Peeling eignet.

Nach ca. 40min auf der Fähre sammelte sich unsere gut 36Mann starke Gruppe dann auch um unseren Tourguide Kirstey, eine robuststämmige und lebenslustige Mittdreißigerin, die unseren Militärtruck anmutenden Geländebus in den folgenden 3Tagen mehr als souverän durch alle Schlammlöcher, Stolperwurzeln und Sandfurchen lenkte. Ohne Vierradantrieb ist man hoffnungslos verloren, die ”Straßen” auf Fraser sind noch unwegsamer als am Cape Tribulation und der tagelange Regen half natürlich nicht gerade. Ich hätte mich dem Gelände nicht einmal in meinen künsten Träumen gewachsen gefühlt… Man rutscht die Schlammpisten nur so herunter, quält sich quälend langsam die Hügel herauf, wird gnadenlos hin und her geschleudert, wenn der Bus durch regenwassergefüllte Löcher rumpelt und dabei links und rechts regelrechte Schlammfontänen aufspritzen.

Unser erster Stop war ein kleiner See, der jetzt soooo beeindruckend an sich nicht war, aber der 20minütige Fußweg dorthin sollte unsere Guppe auf jeden Fall in die Gruppen der robusten Abenteurer (ich kann stolz von mir behaupten, dorthin gehört zu haben) und der weichgespülten Motzer spalten - die ersten aufgetakelten, amerikanischen Highschoolpüppchen verließen die Insel noch am selben Abend… Nach dem Lunch an der Central Station (der Ort, wo früher einmal eine blühende Holzfällersiedlung war, die allerdings komplett abgerissen wurde, nachdem Fraser Island zum Weltkuturerbe erklärt wurde) machten sich dann die, die sich noch im Stande fühlten, dem Regen zum Trotz, auf einem 45min bushwalk mitten durch den tiefsten Regenwald auf - es goss wie aus Kübeln und genau deshalb hätte ich es nicht missen wollen, authentischer kann man einen Regenwald ja wohl kaum erleben!? PITSCH-PLATTER-PATSCH und TRIPPEL-TRÖPPEL waren die allgegenwärtigen, rauschenden Geräusche während man sich zügig seinen Weg durch den sattgrünen Dschungel bahnte - und zwischendurch schnell mal einen der gigantischen Bäume umarmte ;) Nicht weniger als 3Personen unserer Gruppe entdeckten im Bus dann schleimige Blutegel (leeeeeeeeeeeche!!!) an ihren Beinen - zum Glück wurde ich diesmal verschont…

Weiter ging es zum Lake McKenzie, der populärste der Insel und Motiv so ziemlich jeder zweiten Postkarte. Selbst mit grauen Regenschleiern vor Augen waren wir noch beeindruckt vom kristallklaren Wasser (dieser See verfügt über keinen Flusszulauf und besteht somit zu 100% aus Regenwasser, was so einige Vorteile hat: a) bis auf einige einsame Schildkröten lebt kein glipschiges Seegetier darin - endlich weit hinausschwimmen ohne Angst vor Getierberührung an den Beinen zu haben, yieha!; b) der niedrige ph-Wert des Wassers macht die Haut wundervoll zart und samtweich; c) man verschluckt sich nicht hustend am Salzwasser…) und dem weißen Sandstrand und fast jeder ging wenigstens für einige kurze Minuten schwimmen. Nass war man ja sowieso schon und im See war es wärmer als draußen… Auf dem Heimweg mussten wir dann tatsächlich einen im Sand steckengebliebenden Jeep aus dem Matsch ziehen und fielen müde und ausgehungert über Duschen und Buffet her. Trotz Müdigkeit blieb dann tatsächlich noch ein Großteil der Gruppe bis etwa Mitternacht auf und es wurde ein durchaus lustiger Abend an der Bar.

Tag Zwei führte uns an den langgestreckten östlichen Strand, der tatächlich als Highway funktioniert. Es gibt Polizei- und Ranger-Kontrollen, Speedlimits und vor allem eine jede Menge Naturkulisse zu bestaunen. Man braust mit guten 60-80km/h durch aufstäubende Gischt und Möwenschwärme und würde eigentlich nur allzu gern selber hinterm Lenkrad sitzen. Unser erstes Ziel waren die nördlich gelegenen Champagne Pools - natürliche, von Klippen umrahmte Wasserbecken im Meer. Wenn sich dann die gigantischen Wellen an den Steinen brechen, ergießt sich das brodelnde Wasser in die Pools und all die feinen Luftbläschen und Gischtwolken lassen das Wasser dan tatsächlich ein wenig an Champagner erinnern… Und tatsächlich lugte dann auch mal vorsichtig die Sonne heraus… Danach erklommen wir Indian Head, eine Landzuge, die atemberaubenden Ausblick zurück auf die Insel und das offene Meer erlaubt. Mal wieder war ich mehr als überrascht, dass es dort oben keinerlei Absperrungen oder Zäune gab, dass sich da noch nicht hunderte Touris zu Tode gestürzt haben, grenzt wirklich an ein Wunder… Weiter ging es zu den Pinnacles, uralten Sandkonstellationen, die durch ihren verschiedenen Eisengehalt in den prächtigsten Farben und Mustern leuchten. Weil es nach wie vor nicht regnete beschlossen wir, die 45min zum berühmten Moruba-Wreck zu Fuß zurückzulegen und wurden dabei ordentlich von der salzigen Seeluft durchgepustet. Hach, ich liebe Strandspaziergänge. Das Schiffswrack ist ein fotografischer Traum und ich ärgerte mich schwarz, als mich die einsetzenden Flut und der peitschende Wind mmer wieder zurücktrieben und die Akkus meiner Kamera mich dann schließlich im Stich ließen… Was für beeindruckende Fotos muss man da bei Sonnenuntergang schießen können… Für uns hieß es dann aber zu Eli Creek, ein Süßwasserlauf, den man sich halb robbend, halb schwimmend hinuntertreiben lassen kann. Brrrrr, zu kalt! Afternnon-Tea und Cookies kamen gerade zur rechten Zeit :)

Tag Drei? Tja, da waren’s plötzlich nur noch 8… Alle anderen Gruppenmitglieder hatten nur die 2Tages-Tour gebucht und waren abgereist. Ich hätte diesen Zusatztag um keinen Preis missen wóllen und genoss es wirklich in einer kleinen Gruppe unterwegs zu sein. Vor allem unser erster Stop - der smaragdgrüne Lake - ist wirkich sehenswert, liegt er doch versteckt zwischen beeindruckenden Sanddünen (woooaaah, man fühlt sich wie in der Wüste!!), die bei trockenerem Wetter sicherlich zum ausgelassenen Herumtoben und -Rutschen eingeladen hätten. Wie viel Spaß muss es machen, den steilen Hang hinunter und direkt in den See zu kullern oder ein Surfboard mitzubringen und sich im Sandsurfing zu versuchen… Unbedingt muss ich mal ein richtige Wüste mit eigenen Augen sehen… Auf der Fahrt zum nächsten See (ähnlich Lake McKenzie) war es dann auch soweit und wir erspähten Dingos! Bisher hatte ich immer so viel Glück auf meinen Trips, dass ich es gar nicht eilig hatte, welche zu sehen - ich WUSSTE, dass sie uns früher oder später über den Weg laufen würden und da waren sie dann auch, 4an der Zahl und nur etwa 10m vom Bus entfernt. Was soll ich sagen, rein äußerlich sehen sie aus wie gewöhnliche Hunde… Was erklärt, dass es immer wieder zu Zwischenfällen mit unvorsichtigen Touristen kommt, die vergessen, dass Dingos nach wie vor wilde Tiere sind und in ihrem Verhalten mehr Asiatischen Wölfen als Haushunden ähneln. 

Und nach einer weiteren Planscherei war der Trip dann auch schon vorbei, die drei Tage vergingen wie im Flug und ich verspürte nicht wenig Lust, noch länger zu bleiben und auf etwas besseres Wetter zu warten. Weil ich aber so schnell wie möglich nach Melbourne möchte, zog ich dann doch weiter…

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